Meine 4-Jahres-Ziele bis zum 30. Geburtstag
Las Palmas de Gran Canaria, 18.05.2023
Eine Freundin feierte vor knapp drei Monaten Ihren 20. Geburtstag. Als ich ihr zum Geburtstag gratulierte, war ihre erste Reaktion, wehleidig, dass sie jetzt auf die 30 zugehe. Ich versuchte sie damit zu trösten, dass nach meinem Verständnis und meinem Denken, die besten Jahre des Lebens wohl die 30er sind und nicht, wie viele annehmen, die 20er. Voraussetzung dafür ist, dass man die 20er Jahre sinnvoll nutzt.
Jetzt, da ich mich seit dem vergangenen Lebensjahr zunehmend aus dem gesellschaftlichen Leben zurückgezogen habe und die Gesellschaft „von außen“ beobachten konnte, habe auch ich allmählich erkannt, dass gefühlt 90 % aller Menschen so sehr damit beschäftigt sind, „zu leben“, dass sie augenscheinlich vergessen, dass es auch ein Leben nach den 20ern gibt. Man reist von einem Ort zum nächsten, feiert Partys, schaut die neuesten Netflix Serien oder gibt einfach Geld aus… und in aller Regel alles unter dem klassischen Vorwand, dass man entweder jung ist, dass man Leben genießen sollte oder weil es die Gesellschaft einfach vorlebt als gäbe es keine Alternative. Daran ist natürlich erstmal nichts falsch, aber die meisten dieser Menschen werden in ihren 30ern ankommen, ohne ein wirklich stabiles persönliches, berufliches UND vor allem finanzielles Fundament. Einfach nur, weil sie die 20er verlebt haben. Da bin ich mir mittlerweile zu 100 % sicher! Aber spätestens dann klingelt die innere biologische Uhr: dann muss noch ein Haus gekauft werden und dann kommen noch die Kinder dazu… Spätestens an dieser Stelle beginnt die Odyssee des Lebens. Ein Haus ohne ein starkes Fundament wird irgendwann in sich zusammenfallen oder man muss viel Zeit und Energie investieren, um es zu stützen und aufrechtzuerhalten – das tritt auf ein physisches Haus oder aber auf das Haus, das sich Leben nennt, zu. Man wird anfangen, seine eigenen Wünsche und Träume zugunsten dem Abbau der Hausschulden und der Kinder zurückzustecken und um die 20er Jahre zu trauern.
Nutzt man seine 20er Jahren dagegen sinnvoll und produktiv und wirtschaftet mit Verstand, hat man in den 30er Jahren bereits eine solide stabile Lebensgrundlage geschaffen, beruflich und finanziell. Eine Grundlage, auf die man dann mit Stolz zurückblicken kann, und die einen (Groß-)Teil der kommenden Kosten wie Haus oder Kind auffangen bzw. bezahlen wird… Auf dieser Grundlage kann man sich dann ausruhen und im Leben einen Gang zurückschalten. Es bleibt jetzt immer noch viel Zeit um das Leben zu genießen, und die Gesundheit wird sehr wahrscheinlich auch in den 30ern noch immer hervorragend sein, um das Leben auskosten zu können. Das ist meine Vorstellung vom Leben. You’ll have the best fucking life in your 30s when you are productive in your 20s.
Ich muss selbstkritisch eingestehen, dass auch ich den Großteil meines bisherigen Lebens einfach verlebt habe. Ich habe viel zu viel Zeit mit Partymachen und Alkoholtrinken verbracht, zu wenig auf mich und meinen Körper geachtet und zu viel Geld für sinnlose Dinge ausgegeben. Und das Schlimmste dabei ist, ich habe es oft gemacht, um in der Gunst anderer besser zu stehen.
Nachdem ich viele Jahre vergeblich versuchte, mein Leben umzukrempeln, hatte ich 2022 dann meine ersten großen Erfolge in Sachen „Einfach-mein-Ding-durchziehen“. Ich habe in einem zweimonatigen „Summer Shred“ 13 kg aus meinem Organismus gepustet, habe Alkohol aus meinem Leben gestrichen und habe angefangen, mich aus der Gesellschaft zurückzuziehen und einfach MEIN Leben zu leben. Ich habe gelernt, was es heißt, für Ziele zu arbeiten und sie zu erreichen, und diese persönlichen Erfolge haben mich unglaublich glücklich gemacht.
Doch ich sehe auch, wie Leute, mit denen ich zusammen zur Schule gegangen bin, den Weg der Gesellschaft folgen. Nach und nach fangen Sie an, zu heiraten, sie beginnen Kinder zu bekommen oder sich Häuser zu kaufen. Und dabei fühle ich vor allem eines: Angst. Angst um meine eigene Zukunft. Angst, weil ich genau weiß, dass wenn ich an dieser Stelle stehen würde, ich mir mit diesen Taten ein ganz tiefes mentales vor allem aber auch tiefes Grab schaufeln würde und meine weiteren Ziele an die Wand hängen könnte.
Das ist nicht das Leben, das ich leben möchte – das Leben mit dem sich die breite Masse einfach zufriedengibt. Ich möchte weiterwachsen und nicht ein gewöhnliches Leben leben. Soweit ich mich rückbesinnen kann, habe ich das auch irgendwie noch nie gewollt. Ich habe es nur nie offen kommuniziert und nie habe ich dieses Ziel klarer gewollt als jetzt in den vergangenen Monaten.
Heute ist mein 26. Geburtstag. Ich habe mit dem heutigen Tag also genau noch 4 Jahre Zeit, dafür zu sorgen, dass ich ab 30 „the best fucking life“ leben kann. Ich wollt‘ ich hätte länger, aber das habe ich mir selbst zuzuschreiben. Was mir bleibt, sind 4 Jahre. Das sind 208 Wochen und 5 Tage, oder 1461 Tage. Und um mir dazu selbst einen Tritt in den Hintern zu geben und dafür zu sorgen, dass ich am Ball bleibe, meine Ziele verfolge und mich nicht dem gesellschaftlichen Fluss hingebe, einfach nur zu leben, teile ich hiermit im Nachfolgenden meine Ziele und was ich bis zu meinem 30. Geburtstag am 18.05.2027 erledigt haben möchte und erledigen werde…
#1 Focus on my family and myself!
Die wirklich wichtige Gesellschaft, meine Familie, ist in den vergangenen Jahren viel zu kurz gekommen. Ich habe viel Zeit mit anderen Leuten verbracht, habe offen gesprochen teils bewusst gesellschaftliche Trinkabende mit den Jungs meiner Familie vorgezogen. Damit ist Schluss. Familie ist das Wichtigste überhaupt! Im Wissen, dass meine Familie in den kommenden vier Jahren wahrscheinlich eher kleiner als größer werden wird, möchte so viel Zeit wie es geht, mit ihr verbringen. Ich denke da vor allem an meine Großmutter, die besonders in den letzten Jahren körperlich und geistig stark abgebaut hat und nicht mehr die sportliche und starke Frau ist, die ich im Kindes- und Teenageralter auch in ihren 70ern glücklicherweise noch erleben durfte.
Daneben bin auch ich mir selbst zu kurz gekommen. Ich höre mittlerweile immer wieder meine damalige Freundin reden, wie sie sehr oft zu mir sagte, ich solle mir einen Abend für mich nehmen und entspannen, statt zu einem Saufabend zu gehen. Recht hat sie habt, doch ich habe das echt immer anders gesehen.
#2 Schlechte Gewohnheiten KOMPLETT aus meinem Leben streichen!
2.1. Rauchen
Ja, ich habe geraucht. Zeitweise nur zu gesellschaftlichen Anlässen, zeitweise regelmäßig, und dann auch wieder nur zu Treffen mit Freunden. Das hat sich die letzten Jahre immer wieder abgewechselt.
September 2022, mit der Trennung von meiner langjährigen Freundin ging der mentale Rückhalt und Grund, nicht zu rauchen, verloren und prompt fing ich wieder an, mir regelmäßig eine Schachtel zu kaufen und täglich zu rauchen. Jegliche Rauchentwöhnungsstrategien wie langsames Runterreduzieren haben nicht gewirkt und jedes Mal, wenn ich keine Schachtel mehr hatte, wurde ich schwach und kaufte eine neue – auch wenn ich es nicht wirklich wollte.
Am 23.01.2023 hatte ich wieder eine Schachtel aufgebraucht und wieder habe ich mir gesagt, „Jetzt muss es verdammt nochmal klappen, dass ich mir keine Schachtel mehr kaufe“. Genau an dem Tag kam mir eine unglaubliche Idee und ich denke, ich habe MEINE persönliche Motivation gefunden, den Mist sein zu lassen. Ich bin ein Sparfuchs und Geld ausgeben tut mir verdammt weh, aber die 7,20 € pro Schachtel tun mir offensichtlich nicht genug weh. Also ist alles, was ich tun muss, den Preis für mich nach oben treiben, damit es mir so richtig weh tut… finanziell, aber auch irgendwie mental. Ich habe an diesem Tag mit mir selbst den Vertrag geschlossen, dass, wann immer ich mir eine Schachtel Zigaretten kaufe oder ich mir Zigaretten erschnorre, muss ich 10 € an eine mir unliebsame politische Partei spenden. Seit dem Tag, seit dem 23.01.2023, habe ich kaum mehr einen Gedanken an eine Zigarette verschwendet. Und das soll auch weiterhin so bleiben!
Das Rauchen hat in meinem Leben nichts mehr zu suchen und jeder, der mich „erwischt“ wie ich mich selbst hintergehe und es mitbekommt, dass ich rauche oder geraucht habe, soll mich tadeln und die besagte Parteispende einfordern und überwachen!
2.2. Alkohol
Seit jeher war ich immer ganz vorn, wenn es ums Trinken ging. Und seit jeher, war ich auch immer einer der ersten, der ratzestraff in der Ecke stand.
Ich habe für mich erkannt, wie unattraktiv Alkoholgenuss eigentlich ist und rückwirkend betrachtet hätte ich an den vielen Malen, an denen ich zu viel getrunken habe, mich nicht selbst beobachten oder ertragen wollen. Ich habe das relativ früh begriffen, und zunehmend auch mehr aktiv darauf geachtet, meinen Alkoholkonsum auf Partys und gesellschaftlichen Umtrünken insoweit zu kontrollieren, dass Ausfälle vermieden werden. Leider erfolglos. Abstürze blieben dennoch nicht aus und wurden eher sogar noch häufiger.
2022 hatte ich die ersten Erfolge, wo ich mich echt gut zusammenreißen konnte! Ich war vollkommen motiviert, dass ich den Alkohol ab jetzt immer kontrolliert genießen könnte. Tja, falsch gedacht. Am 14.09.2022 sind ein Freund und ich bei unserer Texas Rundreise durch die Kneipenmeile von Austin, Texas gezogen. Ende des Abends: $85 weniger in der Tasche und ich stand wieder ratzenstraff in der Ecke…
Am nächsten Tag dann mein Fazit: „Schluss, Aus, Ende!“. Wenn ich mich sehr schwer damit tue, den Alkohol unter Kontrolle zu halten, dann ist es besser, ihn komplett aus dem Leben zu verbannen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich (noch) nicht unter Alkoholismus gelitten habe, aber die Tendenz und Alkoholismus-ähnliche Symptome sind zweifelsfrei bei mir und leider auch bei vielen anderen Menschen vorhanden. Und mit dieser Selbsterkenntnis werde ich bis mindestens zu meinem 30. Geburtstag, am 18.05.2027, keinen Tropfen Alkohol mehr zu mir nehmen!
Jetzt, da ich bereits ein halbes Jahr ohne Alkohol gelebt habe, bedauere ich übrigens am meisten das „versoffene“ Geld und die schöne Zeit, die ich mit Auskatern verschwendet habe. Um nichts in der Welt ist mir das die Trunkenheit mehr Wert!
2.3. Ungesunde, unausgewogene Ernährung
Meine Einkäufe und der Inhalt meines Kühlschranks bestehen hauptsächlich aus fertiger Tiefkühlware, Billigfleisch und ist generell sehr sehr monoton und einseitig. Ich weiß, dass es so nicht bleiben kann. Natürlich spare ich kurzfristig am Fertigessen Geld, aber ungesunde Ernährung schadet dem Körper und der Gesundheit und langfristig werden die Kosten zum Erhalt der eigenen Gesundheit so wahrscheinlich explodieren. Ein rechnerisches Nullsummenspiel, wahrscheinlich eher sogar ein absolutes Verlustgeschäft mit Ansage. Dazu kommt noch der ökologische Fußabdruck, den ich mir gar nicht ausrechnen mag.
Ich werde bis zu meinem 30. Geburtstag meine Ernährung insoweit umgestellt haben, dass sie ausgewogen, frisch zubereitet, gesund und nachhaltiger ist. Ich werde mit Fertigessen brechen und weniger wählerisch mit essentiellen Lebensmitteln sein. Ich denke hier vor allem an kohlenhydrathaltige Beilagen, wie Kartoffeln oder Nudelprodukte, die ich Stand heute per se immer weglasse. Und die wohl größte Hürde: drastische Reduzierung meines Fleischkonsums!
2.4. Schlechte Gesellschaft
Schlechte Gesellschaft kennt viele Gesichter und ich meine damit nicht mal den klassisch toxischen Menschenschlag. Eine schlechte Gesellschaft besteht vor allem auch aus Menschen, die viel nörgeln, sich nur beschweren oder einfach nur eine grundsätzlich schlechte Sicht auf natürliche Dinge haben.
Der Umgang mit anderen Menschen ist unglaublich anstecken und man nimmt sich sehr leicht Verhaltens- und Denkweisen des jeweils anderen an. Das Sprichwort „Zeig mir deine Freunde und ich sage dir wer du bist“ sagt gut aus, wie prägend andere Menschen sein können. Und daran möchte ich arbeiten. Ich möchte meinen Umgang mehr auf Menschen fokussieren, bei denen es um positive Dinge, wie das Leben, Reisen oder das Erreichen persönlicher Ziele geht.
2.5. Abhängigkeit vom Smartphone
Als ich letztens in der S Bahn von Halle nach Leipzig ein Buch aufgeschlagen haben, blickte ich mich um und sah, dass ca. 90 % aller anderen Fahrgäste vor dem Smartphone hingen und entweder scrollten, tippten oder sich Videos o.Ä. anschauten. Aber auch ich erwische mich jeden Tag, wie ich in einer ruhigen Minute einfach wie fremdgesteuert mein Telefon greife, und eher unbewusst einfach Instagram, WhatsApp oder YouTube öffne und durchscrolle.
Die Gesellschaft und ich sind viel zu abhängig von dem Teil… Na klar, ein Smartphone kann ein wunderbares Teil sein und vereinfacht viele Dinge, aber in erster Linie ist das Smartphone eine Sucht! Ich möchte damit einmal wieder brechen und in den kommenden vier Jahren für mindestens 3 Monate zu einem (alten) Tastentelefon zurückkehren. Ich erhoffe mir dadurch eine Kaltentzug, um anschließend „neu starten“ zu können.
#3 Gesunde, aufrechte Körperhaltung erlangen!
Ich bin sehr unzufrieden mit meiner Körperhaltung und mein Rücken ist neben meinen vielen Leberflecken meine größte optische Unsicherheit. Ich habe ein abstehendes Schulterblatt, einen Geierhals und eine recht stark ausgeprägten Rundschulter mit vorgezogenen Schultern. Im September 2022 habe ich diesbezüglich eine Chirotherapeutin aufgesucht, welche die Probleme auf ein Beckenschiefstand und einen verkürzten Psoas zurückführt und mir nahegelegt hat, an meiner Dehnung und Haltung zu arbeiten, um so einem Bandscheibenvorfall für die Zukunft vorzubeugen.
Ich möchte diese unschöne Körperhaltung mittels therapeutischer und gezielt sportlichen Maßnahmen beseitigen. Zum einen natürlich aus medizinischen Gründen, zum anderen aber auch aus rein ästhetischen Gründen.
#4 Mindestens 36 Retreat- und Entspannungstage
Als ein stark leistungsgetriebener Mensch fällt es mir oft besonders schwer, auch mal ein paar Gänge zurückzuschalten und zu entspannen. Tief in mir weiß ich, wie wichtig Entspannung ist und oft fällt die Arbeit wesentlich leichter nachdem man sich auch mal einen Tag komplett zurückgenommen und ausgespannt hat.
Um mich auch mal zur Entspannung zu zwingen, wird es in den kommenden 4 Jahren mindestens 36 Tage geben, an denen ich mich bewusst auf mich und meine persönliche Entspannung fokussiere und so dem stressigen Alltag entfliehe. Das können einfache Saunatage sein, aber ich bin auch unglaublich offen für Alternativen wie z.B. Yoga-, Meditations-, Tai Chi- oder Qigong-Retreats.
#5 Mindestens 1.000 Sporteinheiten
Bis zu einem bestimmten Punkt in meinem Leben war ich immer recht sportlich. War „Langstreckenläufer“ (10 km), habe viele Jahre im Verein Tischtennis gespielt, später Fußball, und mit 15 Jahren gab es dann die erste Mitgliedschaft im Fitnessstudio. Mit 16 Jahren – nach einer schweren Beinoperation – wurde mir der Sport dann aber immer egaler. Ich habe nie wieder richtig zurück in die Sportlichkeit gefunden und mich zunehmender gehen lassen.
Sommer 2019 – mit 22 Jahren – kam dann langsam die Lust wieder. Aus einem dreimonatigen Sommerabo in Fitnessstudio zum Schnuppern, entwickelte sich eine unglaubliche Leidenschaft fürs Krafttraining. Eine Leidenschaft, die bis heute mit kurzer Unterbrechung für ein paar Wochen/ Monate im Herbst 2022 weiter andauernd.
Der Sport gibt mir mittlerweile so viel. Kondition und Stärke, Ästhetik und Entspannung. Vor allem aber gibt er mir unglaubliche Energie und Motivation für mein tägliches Tun. Das Gefühl nach einem intensiven Training das Fitness zu verlassen: Unbeschreiblich.
Es ist ein inneres Verlangen hier dran zu bleiben. Und daher möchte ich festhalten, dass ich bis zu meinem 30. Lebensjahr mindestens 1.000 Sporteinheiten zu absolvieren haben! Bei 208 Wochen und 5 Tagen entspricht das einer durchschnittlichen Anzahl von ca. 4,7 Sporteinheiten pro Woche. Wie definiere ich Sporteinheiten? Tja, schwer das zu definieren… Sagen wir, nur ein Elefant ist ein Elefant, und keine halben Sachen. Wer mich kennt, weiß, dass ich niemals das Treppensteigen auf eine Aussichtsplattform als sportliche Aktivität
bezeichnen würde. Es muss aber auch nicht zwingend eine Einheit Krafttraining sein. Aber auch jede andere Form der körperlichen Ertüchtigung zählt als Sporteinheit.
#6 Raus aus Halle (Saale) und auch mal raus aus Deutschland!
Mein ganzes bisheriges Leben habe ich nichts weiter gesehen außer meine Heimatstadt Halle (Saale). Mal von einfachen Urlauben oder Geschäftsreisen abgesehen. Traurig oder?
Während andere nach dem Abi z.B. für ein Work and Travel oder als Au Pair ins Ausland gegangen sind, während des Studiums ein Auslandssemester absolviert haben, oder einfach nur in eine andere Stadt gezogen sind, habe ich mich immer an Halle (Saale) geklammert. Tja, was soll ich sagen… mittlerweile bereue ich diese Einstellung zutiefst und ich habe mich an meiner Heimat satt gesehen. Ich möchte einfach nur noch raus und bis auf die günstige Lebenshalt, meine Bürokollegen und, klar, meine Familie hält mich nichts mehr hier.
Ich werde meine Taschen packen und meinen Lebensschwerpunkt in eine andere Stadt verlegen. Welche? Keine Ahnung. Irgendwohin.
Meine derzeitige Arbeit, die ich um nichts in der Welt mehr eintauschen möchte, läuft zu 80 % online ab. Remotearbeit ist auf jeden Fall machbar. Und ja, ich werde Ziel #1 nicht aus den Augen verlieren und daher trotzdem alle paar Wochen für wenigstens ein verlängertes Wochenende in der Heimat sein. So kann ich die 20 %, die ich vor Ort und im Büro sein muss, auch gut unter einen Hut bringen.
Dazu werde ich in den kommenden vier Jahren auch für einen längeren Zeitraum (mind. 3 Monate am Stück) ins Ausland gehen. Etwaige Ortsziele für den Auslandsaufenthalt habe ich bereits im Kopf, möchte ich an dieser Stelle aber noch nicht teilen, da sich diese erfahrungsgemäß interessehalber auch schnell wieder ändern können.
Ob es mich dann jemals wieder gänzlich zurück nach Sachsen-Anhalt verschlagen wird, bleibt abzuwarten…
#7 Nettovermögen: 100.000 EUR
Meinen Mandanten empfehle ich immer, alles daran zu geben, für die 30er 100.000 EUR an Vermögen zurückzulegen. Wenn ich das von meinen Mandanten „verlange“, möchte und muss ich natürlich mit gutem Beispiel voran gehen.
Ein Vermögen wirft fortlaufenden Renditen zu Deckung von künftigen Kosten ab und gibt Stabilität, Sicherheit und vor allem Zufriedenheit. Das ist etwas, das ich vor allem in Hinblick auf eine künftige Partnerin und einer künftigen, eigenen Familie zu bieten haben möchte, damit ich dieser meine vollkommene Aufmerksamkeit und Energie widmen kann.
Daher lege ich mich fest: bis zum 30. Lebensjahr ein Nettovermögen (Vermögen nach Abzug der Schulden) von 100.000 EUR. Wie? Durch gute und fleißige Arbeit, einer sparsamen Lebensweise, und vor allem durch gezieltes Investieren und unternehmerischem Tun.
#8 Ein „Neben“-Unternehmen aufbauen
Meine Kreativität bringt wöchentliche eine neue Geschäftsidee zu Tage. Doch viel Denken und Reden bringt nichts, es muss auch irgendwann einmal etwas umgesetzt werden. Deshalb lege ich mich fest… bis zu meinem 30. Lebensjahr werde ich neben meiner hauptberuflichen Tätigkeit gemeinsam mit anderen „Unternehmergeistern“ wenigstens ein eigenes Unternehmen mit aufbauen und finanzieren.
#9 Jedes Abenteuer ein Muss!
In meinen Beratungen frage ich meine Mandanten (i.d.R. im Alter 20 bis 30) bei jedem Wiedersehen, wie es Ihnen geht und was seit dem letzten Mal so Aufregendes passiert ist. Meine jüngeren Mandanten, die noch studieren oder relativ frisch im Berufsleben sind, haben dabei meist immer recht viel zu berichten. Je älter und „berufserfahrener“ meine Mandanten sind, desto eher bekomme ich aussagen wie „ach, es gibt nichts Aufregendes oder es ist nicht viel passiert“. Das zeigt sich meist schnell auch schon nach nur ein paar Monaten im Beruf. Was ist da los?
Ich denke, das Leben fährt sich, wenn man nicht sorgfältig aufpasst, ganz schnell in einem Alltagsautomatismus fest. Man selbst arbeitet. Die Mitmenschen, mit denen man sonst viel Zeit verbracht hat, arbeiten auch. Und wochenends, wo man Zeit hätte, ist man dann doch irgendwie geschafft von der Woche oder nutzt diese um noch Besorgungen zu erledigen, für die man unter der Woche keine Zeit mehr hat. Die Folge: es passiert zunehmend weniger im Leben und aufregende Erlebnisse und Geschichten bleiben zunehmend auf der Strecke.
Ich möchte niemals in die Situation geraten, zu sagen, dass es nichts Aufregendes in meinem Leben gibt und das nicht viel passiert ist. Daher werde ich einmal jeden Monat einfach mal etwas Neues erleben und ausprobieren. Etwas, was ich noch nie gemacht habe. Etwas, um über meinen eigenen Schatten zu springen, und worüber ich freudestrahlend berichten kann. Ein richtiges „Abenteuer“ durchstehen.
#10 Spende 5.000 €
Ich finde, viele Menschen wollen immer erst etwas bekommen, bevor sie selbst geben. Das ist schade, da man mit der Einstellung so natürlich sehnlichst darauf wartet, dass irgendwer anderes den ersten Schritt geht. Geben ist etwas Schönes und wer gibt, wird umso mehr bekommen.
Ich möchte den ersten Schritt des Gebens gehen und in den kommenden 4 Jahren mindestens 5.000 € gespendet haben. Wohin? Keine Ahnung, Ich bin super offen für Vorschläge, Ideen und Anregungen, was es alles für coole Sozial, Naturschutz-, Umweltschutz- und Tierschutzprojekte gibt.
© Pascal Dzick 2023